Mpox: Die wichtigsten Informationen für Sexarbeiterinnen*
Mpox scheinen laut aktuellen Erkenntnissen zwar noch kein Pandemie-Potenzial wie etwa das Coronavirus zu haben – gerade für Sexarbeiterinnen* stellen sie jedoch ein Gesundheitsrisiko dar, das im Auge behalten werden sollte.

Einen offiziellen Gesundheitshinweis der WHO finden Sie hier.
Click here for the WHO’s public health advice.
Was sind Mpox?
Mpox (Englisch: mpox, davor monkeypox) sind eine Infektionskrankheit, die durch das Mpox-(Affenpocken-)Virus (MPXV) verursacht werden.
Wer ist betroffen?
Bestimmte Personengruppen haben angesichts der epidemiologischen Lage ein hohes Risiko, sich mit Mpox zu infizieren. Betroffen sind derzeit in erster Linie Personen mit häufig wechselnden sexuellen Kontakten, insbesondere Männer mit gleichgeschlechtlichen Partnern. In seltenen Fällen können auch andere Übertragungswege zustande kommen.
Derzeit ist eine begrenzte Anzahl eines Impfstoffes gegen Mpox in Österreich verfügbar. Folgende Personen können eine Impfung bekommen:
- Die vorbeugende Impfung steht für bestimmtes Gesundheitspersonal mit einem hohen Ansteckungsrisiko zur Verfügung, sowie für Personen mit persönlichem Risikoverhalten, das sind Personen mit häufig wechselnden sexuellen Kontakten, insbesondere Männer mit gleichgeschlechtlichen Partnern.
- Im Falle eines Kontakts zu einer an Mpox erkrankten Person steht die Impfung auch postexpositionell, also nach Kontakt, zur Verfügung: Kontaktpersonen („postexpositionelle Impfung“) sollen idealerweise innerhalb von 4 Tagen, längstens 14 Tage nach Kontakt geimpft werden.
- Weitere Informationen zur Mpox-Impfung und den Impfstellen der Bundesländer finden Sie unter impfen.gv.at.
Übertragung
In der Regel erfolgt die Übertragung durch einen engen und direkten körperlichen Kontakt mit Erkrankten (Haut bzw. Schleimhautkontakte, sexuelle Kontakte, Tröpfcheninfektion während eines intensiven face-to-face-Kontakts, Schmierinfektion nach Kontakt zu Bläscheninhalt oder infektiösen Schorfpartikeln oder durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten).
Das Virus kann aber auch durch Gegenstände wie Sexspielzeug oder kontaminierte Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher übertragen werden!
Symptome
Erste unspezifische Symptome können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, zumeist schmerzhafte Lymphknotenschwellung sowie ein allgemeines Krankheits- und Erschöpfungsgefühl sein. Im weiteren Verlauf kann nach 1-3 Tagen ein pockenähnlicher Hautausschlag ausgehend vom Ort der Infektion auftreten, der teilweise stark juckend oder schmerzhaft sein kann.
Was tun?
Die Erkrankung ist in Österreich meldepflichtig. Um eine weitere Verbreitung der Mpox zu vermeiden, ist es besonders wichtig, bei geringstem Verdacht umgehend eine gesicherte Diagnosestellung (PCR, Virusisolierung) zu veranlassen, an Mpox erkrankte Personen zu isolieren und entsprechende Hygienemaßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung einzuhalten.
Wie kann ich mich schützen?
Die wichtigsten Maßnahmen, um das Übertragungsrisiko zu senken, sind neben der Impfung:
- Bei sich und anderen auf Hautveränderungen achten und Haut- und Schleimhautkontakt damit (Ausschlag, Bläschen, Wunden, Schorf) möglichst vermeiden.
- Beim Sex keine Gegenstände (zum Beispiel Dildos und andere Sextoys) teilen.
Bei sexueller Übertragung führen die Erreger an den Eintrittsorten (vor allem Mund, Penis/Genitalregion, Analregion) oft zu sehr schmerzhaften Symptomen. Kondome senken das Risiko!
Das Mpox-Risiko wird weiter gesenkt, wenn man Kontakt mit Gegenständen und Textilien vermeidet, die länger mit Hautveränderungen von Erkrankten in Berührung waren. Mpox können außerhalb des Körpers längere Zeit ansteckend bleiben.
Quellen
Deutsche Aidshilfe: https://www.aidshilfe.de/affenpocken#betreffen-affenpocken-nur-m-nner-die-sex-mit-m-nnern-haben-
Aidshilfe Wien: https://aids.at/thema/affenpocken/

