Mit 1. Oktober 2021 treten neue Änderungen der Wiener COVID-19-Öffnungsbegleitverordnung in Kraft. Die folgenden Regelungen/ Auflagen gelten in der Sexarbeit in Wien.

In Niederösterreich und im Burgenland gibt es aktuell keine Sonderregelungen, es gelten die allgemeinen Maßnahmen.

Pflichten für die Betreiber*innen:

* Der/die Betreiber*in darf Kunden nur einlassen, wenn diese einen Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr (2,5-G-Regel – „genesen, geimpft oder PCR-getestet“) vorweisen. 

* Für den/die Betreiber*in besteht grundsätzlich Pflicht zur Erhebung der Kontaktdaten des Kunden (bei einem Aufenthalt länger als 15 Minuten). 

* Der/die Betreiber*in hat ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

* Der/die Betreiber*in hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen. 

* Es gelten zusätzlich die Regeln für das Gastgewerbe, wenn eine Gastro-Konzession vorliegt.

Pflichten für Sexarbeiter*innen:

* Sexarbeiter*innen müssen einen Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr, 2,5-G-Regel – „genesen, geimpft oder PCR-getestet“ (max. 48 Stunden alter PCR-Test) erbringen oder eine FFP2 Maske tragen.

* Die Pflicht zum Tragen einer Maske für Sexarbeiter*innen gilt nicht, wenn dies zur Erbringung einer körpernahen Dienstleistung notwendig ist.

Pflichten für Kunden:

* Der Kunde unterliegt der „2,5-G-Regel“.

* Der Kunde hat den Nachweis für die Dauer des Aufenthalts bereitzuhalten. 

* Es besteht keine Maskenpflicht.

Folgende Beschränkungen entfallen ab 01.07.2021:

* Abstandsregelung gegenüber „haushaltsfremden“ Personen,

* Quadratmeterbeschränkung pro Kunde,

* Maskenpflicht für den kunden,

* Sperrstundenregelung,

* Verbot des Barbetriebs.

Hausbesuche  – Escort Service

*Escortservice (Hausbesuche in der Wohnung der Kund*innen) sind zulässig

* Sexarbeiter*innen müssen einen Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr (3-G-Regel – „genesen, geimpft oder getestet“) erbringen oder eine FFP2 Maske (gilt nur für Wien) tragen.

Die Pflicht zum Tragen einer Maske gilt nicht, wenn dies zur Erbringung einer körpernahen Dienstleistung notwendig ist.

Straßenprostitution

* Für die Straßenprostitution gibt es ab 01.07.2021 keine COVID-Beschränkungen mehr.

Erhebung von Kontaktdaten:

§17 (7) Können Kontaktdaten aus berechtigten Gründen der Anonymität in der Form des Abs. 1 nicht erhoben werden, sind geeignete Alternativmaßnahmen zu setzen.

Eine Möglichkeit wäre hier z.B. das Führen eines anonymen Terminkalenders mit Kontaktdaten (z. B. Datum, Uhrzeit und Handynummer), damit Kund*innen im Fall verständigt werden können.

Nachlesen können Sie die Verordnung hier.