Laut der neuen Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist ab dem 19. Mai auch wieder Sexarbeit in Lokalen (Studios / Laufhäuser) möglich. Dabei sind einige Einschränkungen zu beachten.

Infos für Betreiber*innen und Sexarbeiter*innen in Laufhäusern, Bordellen und Studios:
· Der*die Betreiber*in muss ein COVID-19-Präventionskonzept ausarbeiten und umsetzen.
· Der*die Betreiber*in muss eine*n COVID-19-Beauftragte*n bestellen.
· Der*die Betreiber*in muss sicherstellen, dass die Freizeiteinrichtung von Kund*innen nur im Zeitraum zwischen 05.00 Uhr und 0 Uhr betreten wird.
· In geschlossenen Räumen dürfen sich maximal so viele Kund*innen gleichzeitig im Kund*innenbereich aufhalten, dass pro Kund*in 20 m² zur Verfügung stehen.
· Der*die Betreiber*in darf Kund*innen, bei denen davon auszugehen ist, dass es zu einem länger andauernden Kontakt mit Sexarbeiter*innen kommt, nur einlassen, wenn diese einen Nachweis „genesen, geimpft oder getestet“ vorweisen. Kund*innen müssen diesen Nachweis für die Dauer des Aufenthalts bereithalten.
· Sexarbeiter*innen müssen den Nachweis „genesen, geimpft oder getestet“ erbringen oder eine FFP2-Maske tragen.
· Kund*innen müssen in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske (dies gilt nicht in Feuchträumen) tragen und gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Abstand von mindestens zwei Metern einhalten (dies gilt nicht für den Abstand zwischen Kund*in und Sexarbeiter*in).
· Für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken gilt §6 der Verordnung (Gastgewerbe).

Infos für Sexarbeiter*innen im Escortbereich:
Escortservice (Hausbesuche in der Wohnung der Kund*innen), sind aufgrund der COVID-19-Regelungen zulässig. Beim Betreten der Arbeitsorte soll das Infektionsrisiko durch geeignete Schutzmaßnahmen minimiert werden. Darüber hinaus müssen Sexarbeiter*innen den Nachweis  „genesen, geimpft oder getestet “ erbringen oder eine FFP2-Maske tragen.

Erhebung von Kontaktdaten:

§17 (7) Können Kontaktdaten aus berechtigten Gründen der Anonymität in der Form des Abs. 1 nicht erhoben werden, sind geeignete Alternativmaßnahmen zu setzen.

Eine Möglichkeit wäre hier z.B. das Führen eines anonymen Terminkalenders mit Kontaktdaten (z. B. Datum, Uhrzeit und Handynummer), damit Kund*innen im Fall verständigt werden können.

Nachlesen können Sie die Verordnung hier.